on Tour

Västervik - Oskarshamn

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Ohne Frühstück ging es heute auch nicht los. Lief nicht alles rund aber kurz nach neun war ich unterwegs. Erst den Weg zur Strecke dann immer dem blauen Pfeil nach. Auch wenn dieser auf die „Autobahn“führt oder wie heute sehr viel in den Wald. Bin bestimmt 70% Wald- und Schotterwege gefahren. Anfangs sehr grober Schotter, Bergauf konnte man nicht fahren, Bergab rollte es nicht. Dazwischen ist das Rad auf den Steinen hin und her gerutscht. Genau das Richtige für meine kaputte Felge! Es hat in mir ganz schön gebrodelt. Bei erster Gelegenheit bin ich mich erst einmal abkühlen gegangen. Und damit nichts nass wird was ich später beim Fahren brauche habe ich halt alles ausgezogen 😊. Es kam zwar immer noch Schotter aber besser fahrbar. Unterwegs ein älterer Ehepaar gesprochen, beide mitte 80. Sie sind vor 20 Jahren von Ulm zum Nordkap gefahren. Jetzt sind sie von Helsinki nach Schweden gefahren. Soviel dazu „denk auch an dein Alter“ was mir Frau Langhorst zur Verabschiedung gesagt hat 😉. Die Hitze war zum Schluss, für mich, unerträglich. Das Fahren wurde immer anstrengender.
Eigentlich wollte ich heute auf die Insel Öland. Aber die Fähre fährt nur zweimal am Tag. Ich war leider zu spät dran. So habe ich den nächsten Platz angefahren aber nicht ohne vorher bei Lidl einkaufen gewesen.
Es hieß mal wieder Zelt aufbauen und ab ins Wasser. Leider ist mir eine gebrochen Zeltstange dazwischen gekommen. Irgendetwas musste heute ja noch kaputt gehen 😟. Es ist einfach kein harmonisches fahren mehr. Ich wollte eine Radtour machen und keine Survival Tour!
Hatte unterwegs mit dem Gedanken gespielt abzubrechen und mit dem Zug nach Hause zu fahren. Es heißt doch nur noch: was geht heute kaputt oder/und welches Hindernisse sind heute zu bewältigen.
Es macht einfach keinen Spaß mehr!

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Kommentare

Ralph 2026-07-16 19:39:26
Na da brauchst du aber eine ganz große Portion aufmunternde Worte. Du hast bis jetzt schon so viel geschafft, da wäre es doch schade wenn du auf der Tour in deinen achtziger Jahren den jüngeren Bikern erzählen würdest du bist mit dem Zug heimgefahren. Und das Risiko mit dem Zug ist spätestens in Deutschland ungleich größer als eine defekte Felge … 🤓 Es kommen ja laut deiner geplanten Route auch noch viele sehenswerte Orte. Zum Beispiel die Insel Bornholm solltest du dir nicht entgehen lassen. Der Sand dort ist so fein, dass er früher in Sanduhren verwendet wurde. Sei tapfer! Dann geht der Gedanke vom Zug ganz bestimmt wieder weg. 👍👍👍👍
Moni 2026-07-16 20:14:24
Da du wieder in der Zivilisation angekommen bist, kannst du jeden Tag aufs Neue überlegen was du machen möchtest. Schlaf erst mal eine Nacht darüber.
Heute ist Heute und Morgen ist ein neuer Tag.
Deinen Traum zum Nordkap mit dem Fahrrad zu fahren kann dir keiner mehr nehmen!
Egal wie du dich entscheidest, du bist ein Held und alle bewundern dich.
Wenn nun nach fast 7.000km das Material kaputt geht, dann ist das halt so.
Und wenn plötzlich die Felge bricht und du stürzt dabei und verletzt dich, ist es das auch nicht wert.
Trink dir ein schönes kaltes Bier und lass dir alles in Ruhe durch den Kopf gehen.
Bis morgen😘